Georg Weerth

Georg Weerth (1822-1856)

»Die Guillotine wird uns retten und die Leidenschaft der Weiber«

(Georg Weerth in Neue Rheinische Zeitung Nr. 301, Köln, 19.5.1849)

Mit einer „Proklamation an die Frauen“ verabschiedet sich der 26-jährige Georg Weerth im Mai 1849 noch vor der drohenden Schließung seiner revolutionären Tageszeitung als überaus geistreicher Feuilleton-Chef der Neuen Rheinischen Zeitung. Zusammen mit Karl Marx, Ferdinand Freiligrath und anderen wurde Welt- und Zeitungsgeschichte geschrieben. Für ihre Ideale Presse – Freiheit – Menschen – Recht sind sie verfolgt worden und teilweise auch hinter Gitter gelandet.

Georg Weerth hat es nicht nur wegen seines 200. Geburtstags am 17. Februar 2022 verdient, wiederbelebt zu werden. Er ist leider nie bekannt worden, obwohl er über alles und jeden schrieb. Seine Texte waren frech, direkt und ironisch, was ihn ja auch zum Feuilletonchef der von Karl Marx herausgegebenen Neuen Rheinischen Zeitung machte: Der deutsche Kaufmann, Journalist und Schriftsteller Georg Weerth ist eine Neuentdeckung wert! Seine Werke, denen sich das MLQ widmet, sind allesamt Musterstücke der Lyrik im Vormärz und sollen auf unterhaltsame und informative Weise dem interessierten Publikum nähergebracht werden.

Das Musikalisch-Literarische Quartett aus Detmold präsentiert zum 200. Geburtstag des Satirikers und dem „ersten und bedeutendsten Dichters des deutschen Proletariats“ (Friedrich Engels) einen unterhaltsamen musikalisch-literarischen Zeitspiegel der 1848er-Revolution und versammelt die Akteure Eva und Joachim Thalmann, Peter Schütze und Hans Hermann Jansen zu einem Literaturtheater, das die FAZ schon vor Jahren zu Recht als „kurzweilige, aber nicht deswegen anspruchslose Kunst“ bezeichnete.

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